Over

 Community
Nick
Pass

  Registrieren (?)
  Passwort vergessen?
 News
 Previews
 Reviews
 Kolumnen
 Specials
 Cheats
 Downloads
 Game-Archiv
 Screenshots
 LAN-Archiv
 Suche

Suche bei Spieletips.de


 Impressum
 Datenschutzerklärung
news archiv Firefox-Suchbar
 Umfrage

Welches Genre ist das Beste?

Ego-Shooter
 Stimmen 30.86 %

Action
 Stimmen 5.76 %

Strategie
 Stimmen 20.58 %

Adventure
 Stimmen 2.06 %

Rollenspiel
 Stimmen 25.93 %

Sport
 Stimmen 3.7 %

Rennspiel
 Stimmen 2.47 %

Simulation
 Stimmen 8.64 %


Stimmen: 243 (100%)
 Partner

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  Der Pate 2

Die "Pate"-Trilogie gilt als einer der Klassiker der Filmhistorie. Kein Wunder also, dass sich im Jahre 2006 EA Games einer Umsetzung für den Spielemarkt annahm und "Der Pate" veröffentlichte. Konnte der Titel damals mit einer genialen Story, langer Spieldauer, Tiefe und interessantem Gameplay punkten, verpasst man im zweiten Teil dem Spielkonzept einen völlig neuen Anstrich.

Geld und Macht


Im Gegensatz zum ersten Teil übernehmen wir hier die Rolle des Domenic und fangen von ganz unten an, um uns dann Schritt für Schritt ein riesiges Imperium aufzubauen. Grade noch beim netten Dinner mit der Familie auf Kuba, geht die Revolution in die Vollen und ihr werdet zum neuen Boss des Clans ernannt. Bevor ihr euch an die Aufgaben eines Gangsters machen dürft, müsst ihr eurem Alter Ego noch ein Aussehen verpassen. Hier sind euch kaum Grenzen gesetzt, von der Frisur, der Kopfform, Augen, Nase, Mund, dem Körperbau, dem Klamottenstil samt Accessoires bis hin zu den Gesichtsdetails, darf man sich austoben. Ist euer Charakter erstellt, werdet ihr langsam an das Spielsystem herangeführt.



Ein Teil der Familie


"Der Pate 2" ist eine Mischung aus Action-Geballere und taktischem Geplänkel. Müsst ihr anfangs nur kleinere Läden an euch reißen, wobei sich die Besitzer mal mehr oder weniger schnell von euren Fäusten überzeugen lassen, ist es eben die Kunst solche Eroberungen zu verteidigen. Da das Spiel in Echtzeit läuft, ist die Zeit einer eurer größten Gegner. Seid ihr zu spät am angegriffenen Objekt, kann das Lokal schon in den Händen der feindlichen Familie sein. Um das so gut wie möglich zu verhindern, könnt ihr dort Wachen abstellen, die eure Errungenschaften beschützen. Da steckt nicht nur jede Menge Knete hinter, welche ihr von den Betreibern kassiert, sondern auch diverse Boni wie kugelsichere Schutzwesten, die man bei einer bestimmten Anzahl an eroberten Juweliergeschäften erhält. Ist nur eins von denen wieder in feindlichen Händen, verliert man gleichzeitig auch diesen Boni. Eure Kontrahenten geben sich aber nicht besonders smart und stellen nur selten ein Problem dar. Auch die Beamten sind nicht mal ansatzweise so hartnäckig wie diese aus dem Pendant "GTA IV".

Die aktuell besetzte Stadt wird euch mithilfe einer Übersichtskarte näher gebracht. Natürlich muss ein angehender Don auch eine durchschlagsfähige Familie um sich haben. Hilfreiche Männer könnt ihr im strategischen Menü, in dass ihr per Knopfdruck wechseln könnt, ordern. Sei es nun der raubeinige Schläger, der tüftelnde Sprengmeister oder der durchaus nützliche Sanitäter. Jeder hat seine Vorzüge und besonderen Fähigkeiten. Eure Handlanger folgen euch daraufhin auf Schritt und Tritt. Unlogisch: Seid ihr sogar weit entfernt von eurer heimischen Villa, stolpern
euch diese bei Bedarf über die Füße - Scotty, beam me?

Mit der Übernahme feindlichen Gebiets greift ihr andere Familien nur spärlich an, das Ziel ist es an die großen Fische zu kommen. Das geht nur über Gefälligkeiten, die ihr Zivilisten in Form von Bombenanschlägen, dem Töten von Zielpersonen oder Sabotage-Aktionen erfüllt. Wer einen Wunsch auf den Lippen hat, wird euch per Symbol über den Köpfen angezeigt. Blöd: Fast jeder auf den Straßen New Yorks, Kubas oder Queens, in die es euch noch verschlagen wird, hat jemanden umzunieten oder etwas weg zu sprengen. Das scheint nicht gerade realistisch. Zusätzlich erhaltet ihr noch nette Zahlungen oder es werden korrupte Cops bestochen. Ist eben das gerade kein Bestandteil einer Aufgabe, geraten solche Nebenjobs aufgrund der Monotonie in Vergessenheit.

Mehr Schein als Sein


Wer den Titel länger als zwei Minuten spielt, wird feststellen, dass diese Strategie- und RPG-Einflüsse nur ein großer Vorwand sind und ihr auch ohne das groß angekündigte Strategiemenü ins Ziel kommt. Den einzigen Nutzen hieraus zieht ihr, wenn ihr eure anfangs noch grenzdebilen Helfer aufwerten lasst und ihr diesen Kameraden Anweisungen im Kampfgeschehen gebt. Sticht man mit einer Nadel auf die groß aufgebauschte "ach so innovative" Strategie-Blase, zerfällt diese in einen großen Fladen. So verliert der Titel mit der Zeit ganz schön an Reiz. Zu eintönig wird das "Geschäft übernehmen, gegnerisches Familienmitglied erledigen"-Spielkonzept schon nach wenigen Stunden.

Auch grafisch bewegt sich der Titel auf unterdurchschnittlichen Niveau. Die Modelle, Animationen und die Umgebung sind wie aus der "Last-Generation", undetailliert, grob und ohne Liebe zum Detail. Oft erkennt man in der durchaus offenen Welt nur einen Texturmatsch und die Straßen wirken höchstens künstlich belebt. Popups und Fade-Ins trüben den Eindruck weiter. Gar kein Vergleich zu Rockstar's "GTA IV", bei der sogar das Beobachtungen der über den Asphalt flanierenden Bewohner Spaß machte. Einzig und allein die Effekte wissen zu überzeugen. Oft verhält sich auch die Kameraführung zickig und macht das Aufbauen eines Imperiums noch schwieriger.



Im Gegensatz dazu zeigen sich die Synchronisierung und die Soundausgabe von einer deutlich homogeneren Seite. Die Synchronsprecher geben sich sichtbar Mühe, die Explosionen sind akustisch sehr gut umgesetzt und während der Autofahrt habt ihr die Wahl zwischen diversen Radiosendern, welche zur Zeit passende Jazzmusik spielt. Das erschafft Fifties-Atmosphäre. Hingegen ist die Navigation über Maus und Tastatur etwas hakelig, funktioniert auf dem Xbox-360-Controller aber schon besser. Letztere macht die Fahrt im Auto aber nur marginal besser, zu schwammig und unkontrollierbar lassen sich die Vehikel steuern.

Auch ein Mehrspielermodus mit vier Spielvarianten wurde eingebaut. Neben einem fast schon genormten "Deathmatch"-Modus, muss man in "Sprengattacke" drei Ziele des feindlichen Teams ausschalten, in "Brandstifter" diverse Fäser und Tanks in die Luft fliegen lassen und bei "Safeknacker" die Safes des Kontrahenten knacken. Klingt nicht wirklich innovativ, aber durchaus unterhaltsam. Leider konnten wir zu keinem Zeitpunkt, weder morgens, mittags, abends noch in der Nacht, Mitspieler finden.
Seite 1 Fazit
Weitere Links bei GameScan
Footergrafik Footergrafik


eBay 3...2...1...meins!